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NEWS
Joe Cocker begeistert bei Tourstart |
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17. April 2005 Er ist zwar mittlerweile in die Jahre gekommen, aber verlernt hat er nichts: Der britische Rock- und Soulsänger Joe Cocker feierte am Samstag abend in Nürnberg einen umjubelten Start seiner Deutschland-Tour. Gut 100 Minuten begeisterte er die etwa 8.500 Zuhörer mit Liedern seines aktuellen Albums „Heart & Soul” sowie Klassikern seiner über 35-jährigen Karriere.
Schon als Joe Cocker gegen 21.00 Uhr die Bühne betritt - noch bevor er einen Ton gesungen hat - brechen in der Halle Jubelstürme aus. Smart, ganz in schwarz gekleidet, beginnt er sein Programm mit „Chain of fools” von seinem neuen Album. Der Auftritt wird kein Abgesang auf eine Karriere, sondern vielmehr eine Demonstration, daß das 60-jährige Energiebündel aus Sheffield noch immer im Zenit steht.
Cocker und das Publikum feiern eine gigantische Ü-40-Party
Die Reibeisenstimme, die zappeligen und unkontrollierten Bewegungen und natürlich der „Urschrei” - es gibt nur wenige Songs, die „ohne” auskommen. Cocker rockt, die Schweißperlen stehen ihm schon nach wenigen Takten auf der Stirn, bereits beim zweiten Lied „Feelin' alright” öffnet er den obersten Hemdknopf und schiebt die Ärmel hoch.
Cocker weiß, was er seinen Fans schuldig ist. Es sind die Klassiker, die selbst die in Ehren grau gewordenen Zuhörer zum Kreischen bringen. „When the night comes”, „Up where we belong” und „You can leave your hat on” - der Beifall ist grenzenlos.
Der große Kommunikator auf der Bühne, der das Gespräch mit seinen Fans sucht, war Cocker noch nie - und ist es auch heute nicht. Die wenigen Worte sind wohl gewählt. „It's good to be back in the motherland” - der Brite ist dorthin zurückgekehrt, wo er die meisten und treuesten Fans hat. Irgendwie erinnert das Publikum an eine gigantische Ü-40-Party, der Cockers Musik wie ein Jungbrunnen neue Energie zuführt.
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Insgesamt 21 Konzerte
Einer der bewegendsten Momente des Abends: Cocker singt seine Version von „What's going on?” und auf der Leinwand im Hintergrund laufen Bilder von Flüchtlingen und Kindern aus dem Irak. Was ist los in der Welt? Auch Cocker kann die Frage nicht beantworten, aber mit dem letzten Bild zeigt er eine Perspektive auf: eine junge Mutter, die ihr Kind auf dem Arm trägt, friedlich, keine Gewalt und kein Krieg um sie herum.
Cocker - der Meister der Coverversionen: „Maybe I'm amazed”, „I put a spell on you”, „One” - jedem Song kann er seine eigene Note aufsetzen. Lediglich bei „Everybody hurts” vermisst man den R.E.M.-Leadsänger - der einzige Schwachpunkt an einem sonst perfekten Abend. Wie seit Jahrzehnten ist der Höhepunkt am Ende des offiziellen Teils des Konzertes die zehnminütige Version von „With a little help from my friends”.
Im Rahmen seiner Hallentour durch Deutschland, die am 18. Mai in Oberhausen endet, absolviert Joe Cocker noch 20 Auftritte. Nachfolgend die Tourdaten im Einzelnen: München (18.4.), Stuttgart (19.4.), Frankfurt am Main (21.4), Ravensburg (22.4.), Freiburg (23.4.), Köln (26.4.), Dresden (28.4.), Erfurt (29.4.), Wetzlar (30.4.), Kassel (3.5.), Emden (4.5.), Hannover (6.5.), Leipzig (7.5.), Magdeburg (9.5), Kiel (10.5.), Hamburg (11.5.), Berlin (14.5.), Rostock (15.5), Bielefeld (17.5), Oberhausen (18.5.).
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